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  • August 24, 2025

    Immer mehr Sammler entscheiden sich dafür, ihre Pokémon-Karten graden zu lassen. Nicht nur, um die Karte besser zu schützen, sondern auch um den Wert und die Echtheit offiziell feststellen zu lassen.

    Eine gegradete Karte wird von Experten bewertet und anschließend in einer stabilen Kunststoffhülle (Slab) versiegelt, mit einer Nummer, die den Zustand der Karte angibt.

    Aber welches Grading-Unternehmen soll man wählen? In diesem Artikel erklären wir, wie das Pokémon-Karten-Grading funktioniert und was die Unterschiede zwischen PSA, Beckett und CGC sind.


    Was bedeutet Pokémon-Karten graden?

    Grading ist die professionelle Bewertung des Zustands einer Pokémon-Karte durch ein unabhängiges Unternehmen. Die Karte wird ausführlich geprüft und erhält eine Bewertung zwischen 1 und 10.

    Dabei berücksichtigen Grader verschiedene Faktoren.

    Wonach wird eine Pokémon-Karte bewertet?

    Die wichtigsten Bewertungskriterien sind:

    • Oberfläche (Surface) – Kratzer, Drucklinien oder Flecken

    • Ränder (Edges) – Abnutzung oder Whitening

    • Ecken (Corners) – Schärfe und eventuelle Beschädigungen

    • Zentrierung (Centering) – wie symmetrisch das Artwork gedruckt ist

    Nach der Bewertung wird die Karte:

    1. in einer Schutzhülle (Slab) versiegelt

    2. mit einem Grading-Label versehen

    3. in einer Online-Datenbank registriert

    Dies erleichtert den Handel mit der Karte und schützt sie vor Beschädigungen.


    Warum Pokémon-Karten graden lassen?

    Es gibt drei wichtige Gründe, warum Sammler ihre Karten graden lassen.

    1. Höherer Wert

    Eine gegradete Karte kann erheblich an Wert gewinnen.

    Zum Beispiel:

    • eine lose Karte in Near Mint Zustand

    • dieselbe Karte mit PSA 10 Grading

    In einigen Fällen kann der Preis 5 bis 10 Mal höher liegen.

    2. Authentizität

    Grading-Unternehmen prüfen auch, ob eine Karte echt oder gefälscht ist. Das gibt Käufern zusätzliches Vertrauen.

    3. Schutz

    Die Slab schützt die Karte vor:

    • Kratzern

    • Feuchtigkeit

    • Biegungen

    • Abnutzung

    Dies ist besonders wichtig bei seltenen oder teuren Pokémon-Karten.


    PSA vs Beckett vs CGC

    Die drei größten Grading-Unternehmen für Pokémon-Karten sind:

    • PSA (Professional Sports Authenticator)

    • Beckett Grading Services (BGS)

    • CGC (Certified Guaranty Company)

    Obwohl sie alle Karten graden, unterscheiden sie sich in Reputation, System und Marktwert.


    PSA Grading (Professional Sports Authenticator)

    PSA ist weltweit das meistgenutzte Grading-Unternehmen für Pokémon-Karten und gilt oft als der Standard auf dem Markt.

    Grading-Skala

    PSA verwendet eine Skala von 1 bis 10.

    Wichtigste Grade:

    • PSA 10 – Gem Mint

    • PSA 9 – Mint

    • PSA 8 – Near Mint-Mint

    Vorteile von PSA

    • größte Marktakzeptanz

    • PSA-Karten verkaufen sich oft am einfachsten

    • umfassende Online-Datenbank

    • starker Ruf bei Investoren

    Nachteile von PSA

    • Wartezeiten können lang sein

    • Grading-Kosten können höher liegen

    Eine PSA 10 Pokémon-Karte erzielt oft die höchsten Preise auf dem Markt.


    Beckett Grading (BGS)

    Beckett ist bekannt für sein detailliertes Grading-System mit sogenannten Subgrades.

    Subgrades bei Beckett

    Jede Karte erhält separate Bewertungen für:

    • Zentrierung

    • Ecken

    • Kanten

    • Oberfläche

    Dies gibt Sammlern ein klareres Bild von der Qualität der Karte.

    Vorteile von Beckett

    • sehr transparentes Grading-System

    • Premium-Aussehen der Slab

    • Chance auf die seltene Black Label 10

    Nachteile

    • Grading kann teurer sein

    • etwas weniger populär außerhalb der USA

    Die Beckett Black Label 10 ist eine der prestigeträchtigsten Bewertungen im Hobby und kann enorme Preise erzielen.


    CGC Grading

    CGC ist ein relativ neuer Akteur im Pokémon-Karten-Grading, gewinnt aber schnell an Popularität.

    Das Unternehmen verfügt über jahrelange Erfahrung im Comic-Grading, wodurch viele Sammler Vertrauen in ihr Bewertungssystem haben.

    CGC Grading-Skala

    CGC verwendet eine Skala von 1 bis 10 mit Dezimalstellen, zum Beispiel:

    • 8.5

    • 9

    • 9.5

    • 10

    Auch CGC bietet Subgrades an.

    Vorteile von CGC

    • oft schnellere Bearbeitung

    • geringere Kosten

    • transparentes Bewertungssystem

    Nachteile

    • noch etwas weniger bekannt bei Investoren

    • Wiederverkaufswert manchmal niedriger als PSA

    CGC ist beliebt für moderne Pokémon-Karten und für Sammler, die schneller graden möchten.


    PSA vs Beckett vs CGC: Vergleich

    Grading-Unternehmen Am besten für Bekanntheit Besonderheit
    PSA maximaler Verkaufswert sehr hoch Marktstandard
    Beckett detailliertes Grading hoch Black Label 10
    CGC günstiger und schneller graden wachsend Dezimal-Grading

    Welchen Grading-Service sollte man wählen?

    Die beste Wahl hängt von deinem Ziel ab.

    Wähle PSA, wenn du:

    • maximalen Wert erzielen möchtest

    • Karten verkaufen oder investieren möchtest

    Wähle Beckett, wenn du:

    • Subgrades wichtig findest

    • eine Chance auf ein Black Label haben möchtest

    Wähle CGC, wenn du:

    • günstiger graden möchtest

    • moderne Karten hast

    • schnellere Ergebnisse möchtest


    Fazit

    Das Grading von Pokémon-Karten kann einen enormen Einfluss auf den Wert, den Schutz und die Zuverlässigkeit deiner Karten haben.

    Die drei größten Grading-Unternehmen haben jeweils ihre Stärken:

    • PSA – höchster Marktwert und Anerkennung

    • Beckett – detaillierte Bewertung und Black Label Prestige

    • CGC – schnelleres und erschwinglicheres Grading

    Welcher Grading-Service der beste ist, hängt letztendlich von deinem Ziel als Sammler ab: Investieren, Verkaufen oder reines Sammeln.